Training · 8. Oktober 2026
Wie reitet man ein Pferd: Gleichgewicht, Sitz und erste Hilfen
Reiten beginnt nicht mit den Händen, sondern mit dem Gleichgewicht. Das Pferd spürt jede Gewichtsverlagerung, deshalb sendet ein ruhiger, ausbalancierter Sitz eine klare und angenehme Botschaft.
Richtiger Sitz: aufrecht in der Mitte des Sattels, Ohr, Schulter, Hüfte und Ferse in einer Linie. Fersen leicht tief, Knie locker, Blick nach vorne — dorthin, wo du hin willst, nicht auf den Pferdehals.
Die Hände halten die Zügel weich, als hieltest du einen Vogel. Die Ellbogen sind gebeugt und folgen der Bewegung des Pferdekopfes. Zügel sind keine Bremse und kein Lenkrad, sondern eine feine Verbindung.
Erste Hilfen: Zum Anreiten leichter Druck mit beiden Beinen, sobald das Pferd geht, hört der Druck auf. Zum Wenden schaust du in die Richtung und öffnest leicht den inneren Zügel. Zum Anhalten ausatmen, tiefer sitzen und erst dann die Finger am Zügel schließen.
Die wichtigste Regel: Die Belohnung ist das Nachlassen des Drucks. Das Pferd lernt, wenn der Druck in dem Moment verschwindet, in dem es tut, was du willst. Diese Grundlagen lernst du in den ersten Stunden der Vorbereitung auf Geländeritte auf der Black Horse Ranch.
Von Tomislav Marčenić, Pferdetrainer und Reitlehrer aus Pušća bei Zaprešić.